Notbrunnen in Lichtenberg – fast jeder fünfte ist defekt

18 Mrz

Rico Apitz: "Lebensrettende Infrastruktur instand zu setzen, muss Vorrang vor Prestigeprojekten haben."Am Sonntag, den 14. März 2021, wurde durch einen Rohrbruch in der Rüdickenstraße die Wasserversorgung für mehrere 1.000 Einwohner in Neu-Hohenschönhausen unterbrochen. Es wurden Wasser-Zapfständer eingerichtet und Notfallbeutel verteilt, um die Versorgung mit Trinkwasser für die betroffenen Wohnblöcke zu sichern. Diese Havarie hat gezeigt, dass Wasserleitungen eine kritische Infrastruktur sind. Umso wichtiger sind uneingeschränkt funktionierende Notbrunnen. Eine Einwohneranfrage des Bezirksvorsitzenden der FDP Lichtenberg, Rico Apitz, hat gezeigt, dass fast jeder fünfte der Lichtenberger Notbrunnen nicht funktionsfähig ist! Auf die Frage vom 9. November 2020 antwortete das Bezirksamt am 17. Februar 2021: „Von 91 Brunnen in Lichtenberg waren im November 2020 74 funktionsfähig.“ Eine aktuelle Wartungsliste wurde angekündigt, aber bis heute noch nicht nachgereicht.

Die FDP Lichtenberg fordert das Bezirksamt auf, umgehend die defekten Notbrunnen im Bezirk zu reparieren. Aktuell ist durch Überschüsse der letzten Haushaltsjahre zusätzliches Geld vorhanden. Es sollte vorrangig in die Infrastruktur Lichtenbergs investiert werden – besonders in Objekte zum Bevölkerungsschutz. In den kommenden Jahren wird das ohnehin zu geringe Budget für Instandhaltung noch niedriger ausfallen. Im Interesse der Einwohner muss die Notfallvorsorge eine höhere Priorität erhalten.

Rico Apitz, Spitzenkandidat der FDP für die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg, kommentiert: „Es ist absehbar, dass die Coronapandemie zu einem dramatischen Einbruch der Steuereinnahmen führen wird. Die fetten Jahre müssen für Investitionen in die Zukunft genutzt werden. Lebensrettende Infrastruktur instand zu setzen, muss Vorrang vor Prestigeprojekten haben.“