Soziales

Lichtenberg hat ein dichtes Netz sozialer Träger und Hilfsangebote. Es ist notwendig, soziale Angebote bereitzustellen, um Menschen in schwierigen Lebenslagen die notwendige Unterstützung zu bieten. Die Mittel müssen an jenen Stellen eingesetzt werden, wo der Bedarf am größten ist. Nur so kann der größtmögliche Effekt erzielt werden.

Außerdem fordern wir für unseren Bezirk einen Trägeratlas für sämtliche Angebote sozialer Hilfen. In diesem sollen alle Anbieter und deren Angebote aufgelistet werden, ebenso die Ziele, auf deren Erfüllung sich Anbieter und Bezirksamt bei Vertragsabschluss verständigt haben. Dieser soll öffentlich einsehbar sein und hierdurch für mehr Transparenz sorgen. Das Bezirksamt muss künftig klar nachvollziehbare und messbare Kriterien für die Vergabe sozialer Leistungen definieren, anhand derer sich insbesondere die Qualität der erbrachten Leistungen ablesen lässt. Wer diesen Kriterien nicht gerecht wird, verwirkt sein Recht, in der sozialen Hilfe zu agieren. Über eine Ausweitung des Finanzierungszeitraums ist den Trägern mehr Planungssicherheit für ihre Arbeit zu ermöglichen. Wir machen Schluss mit der jahrelang verfolgten Strategie, im Blindflug Angebote zu schaffen in der Hoffnung, hierdurch eine Nachfrage zu erzeugen. Wir stehen für bedarfsgerechte Angebote. Soziale Hilfen sollten nur temporäre Unterstützungsleistung in schwierigen Lebenslagen bieten.

Wir bekennen uns zur Einhaltung der Vorgaben von EU und UN, die öffentliche Infrastruktur bis zum Jahr 2022 schrittweise barrierefrei umzubauen. Bestehende Modernisierungslücken möchten wir gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Interessenvertretungen schließen. Des Weiteren setzen wir uns für eine noch stärkere Integration von Menschen mit Behinderung im öffentlichen Leben unseres Bezirks ein. Nicht nur bei Veranstaltungen möchten wir mehr Vielfalt, sondern auch im politischen Prozess fordern wir eine noch stärkere Beteiligung und Einbeziehung.

Selbiges gilt für die Lichtenberger Seniorinnen und Senioren. Die Erfahrungen und Netzwerke, die ältere Menschen im Laufe ihres Lebens gemacht und geknüpft haben, möchten wir aktiv für das soziale Leben in unseren Kiezen nutzen. Entsprechend möchten wir ältere Personen über passende Angebote stärker für ehrenamtliche Tätigkeiten (z. B. als Mentoren für junge Personen, in der Flüchtlingshilfe oder in der Seniorenvertretung des Bezirks) gewinnen. Zudem möchten wir gemeinsam mit ihnen bestehende Lücken im Angebot für Senioren erkennen und schrittweise schließen.