Mobilität

Die FDP Lichtenberg setzt sich für ein faires Miteinander aller Fortbewegungsmittel ein – ganz gleich ob zu Fuß, per Fahrrad, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) oder Auto. Lichtenbergerinnen und Lichtenberger sollen die Wahlfreiheit haben, sich ihr Verkehrsmittel aussuchen zu können – entsprechend ihrer persönlichen Bedürfnisse hinsichtlich Verfügbarkeit, Geschwindigkeit, Kosten, Komfort und Umweltfreundlichkeit.

In den vergangenen Jahren ist ein Sparkurs zu Lasten der Infrastruktur gefahren worden. Diesen Irrweg gilt es zu verlassen und wichtige Infrastrukturmaßnahmen anzugehen.

Die Freien Demokraten Lichtenberg sprechen sich generell gegen Parkraumbewirtschaftung aus. Lichtenberg hat an der Grenze zu Friedrichshain Parkdruck, weil dort flächendeckend Parkraumbewirtschaftung eingeführt wurde. Darauf zu reagieren, indem die Flächen der Parkraumbewirtschaftung nach Lichtenberg hinein vergrößert werden, verlagert und vergrößert nur das Problem zu den neuen Grenzen der Bewirtschaftung. Parkraumbewirtschaftung ist kein geeignetes Steuerinstrument gegen Lastspitzen, sondern reine Abzocke.

Die Freien Demokraten Lichtenberg befürworten den Bau von innerstädtischen Parkhäusern. Kommunale Wohnungsbaugesellschaften (WBGs) können dazu verpflichtet werden, z. B. gegenüber vom Tierpark (Park + Ride zum U-Bahnhof Tierpark) oder beim S-Bahnhof Lichtenberg. Smartphone-gestützte Parkleitsysteme sollten in Lichtenberg getestet werden.

In Lichtenberg ist die Sicherung aller Schulwege noch nicht erreicht, z. B. in der Dönhoffstraße. Der weitere Bau von Fußgängerüberwegen muss entsprechend priorisiert werden.

Der Instandsetzung bestehender Radwege muss eine höhere Priorität gegeben werden, z. B. Landsberger Allee, Waldowallee, Robert-Sievert-Straße, ggf. auch zu Lasten des Neubaus. Mit neuen Radwegen sollen vor allem Lücken im Wegenetz geschlossen werden, z. B. Treskowallee ab S-Bahnhof Karlshorst in Richtung Tierpark. Dabei müssen aber stets die Mittel für die weitere Instandhaltung im Haushalt bereitgestellt werden. Die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an S- und U-Bahnhöfen sollen vergrößert werden.

Zur Entlastung der Hauptverkehrsachsen und für kürzere Fahrzeiten und der damit einhergehenden Umweltentlastung setzt sich die FDP Lichtenberg für den Weiterbau der A 100 bis Lichtenberg ein. Für unseren Bezirk würde endlich ein Standortnachteil gegenüber westlichen Bezirken aufgehoben werden. Vorhandene Arbeitsplätze würden gesichert und gute Voraussetzung für die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Tangentialverbindung Ost (TVO), vor allem zur Entlastung der Treskowallee, und die Ortsumfahrung für Malchow müssen zügig gebaut werden.

Am Standort S-Bahnhof Lichtenberg sollte ein Fernbusbahnhof eingerichtet werden. Dies sorgt für eine bessere Anbindung an den Fernbusverkehr im Osten der Stadt und entlastet die wenigen bereits vorhandenen Fernbushaltestellen, allen voran den überfüllten ZOB.

Lichtenberg sollte die Voraussetzungen für eine Infrastruktur für Elektromobilität schaffen.

Zur Entlastung des Verkehrsaufkommens und der Verbesserung des Verkehrsflusses fordern wir eine „Grünen Welle“ bei Tempo 50 km/h. Auf Hauptverkehrsstraßen, z. B. Landsberger Allee ab Weißenseer Weg in Richtung Marzahn, ist auch Tempo 60 km/h möglich. Ampelanlagen sind nachts ausschließlich an wichtigen Hauptverkehrsstraßen in Betrieb zu halten.

Die Aufzüge an S-Bahnhöfen müssen regelmäßig in Stand gehalten werden, z. B. am Betriebshof Rummelsburg ist der Aufzug ständig defekt.

Wir unterstützen die EU-Vorgabe, bis zum Jahr 2022 den ÖPNV komplett barrierefrei umzugestalten. Auch hier muss stets die weitere Instandhaltung neuer Anlagen sichergestellt werden.